EINGEWÖHNUNG

Ihr Kind gewöhnt sich in Begleitung einer ihm vertrauten Person an die neue Umgebung, die neuen Bezugspersonen und die anderen Kinder. 

Die Zeit der Eingewöhnung ist gekennzeichnet von Behutsamkeit und Regelmäßigkeit in Bezug auf den Besuch des Kindes in der Einrichtung. 

Eingewöhnung bedeutet bei uns: 

"Elternbegleitet, bezugspersonenorientiert, abschiedbetont, im Rhythmus des Kindes."

* Ihr Kind löst sich langsam von der vertrauten Bezugsperson. 

* Ihr Kind fasst Vertrauen zum Personal. 

* Ihr Kind beginnt von sich aus seine Umgebung zu erkunden. 

* Die Eltern berücksichtigen bei ihrem Wiedereinstieg ins Arbeitsleben, dass die 

   Eingewöhnungszeit drei bis 6 Wochen dauert. 

So gestalten wir die Eingewöhnung

Das Aufnahmegespräch

* Familiäre Realität und elterliche Wünsche werden besprochen und soweit möglich berücksichtigt. 

* Gewohnheiten des Kindes werden besprochen.

* Die Eingewöhnungsphase wird im Detail besprochen und geplant. 

* Der Tagesablauf wird vorgestellt. 

* Auf die Bedenken der Eltern wird einfühlsam eingegangen und offene Fragen werden geklärt. 

 

Der Schnuppertag

* Eltern und Kinder lernen das Personal kennen. 

* Die neuen Eltern und Kinder lernen sich untereinander kennen. 

* Es werden erste Kontakte geknüpft. 

* Basierend auf den Beobachtungen während des Schnuppertages werden den Kindern Bezugserzieherinnen zugeteilt. 

 

Die ersten Wochen in der Krippe

Damit die pädagogischen Fachkräfte auf jedes Kind möglichst intensiv eingehen können und sich eine gute Bindung entwickelt, erfolgt die Aufnahme gestaffelt, zu vereinbarten Zeiten. 

1. - 3. Tag

* Ihr Kind bleibt gemeinsam mit seiner vertrauten Bezugsperson für ein bis zwei Stunden in der Krippe. 

* Jedes Kind eine Bezugserzieherin. Diese begleitet das Kind und die Eltern in dieser Zeit und baut zum Kind eine Bindung auf. 

* Die Eltern halten sich als Beobachter im Hintergrund, sind aber als "sicherer Hafen" für das Kind stets anwesend. 

* Im Anschluss findet jeden Tag ein Austausch zwischen der Bezugspädagogin und den Eltern statt, in dem die Besuchszeit reflektiert und der

   nächste Tag besprochen wird. 

 

4. Tag und folgende Tage

* Die Bezugsperson verabschiedet sich aktiv vom Kind und übergibt es der pädagogischen Fachkraft. Ihr Kind bleibt minutenweise alleine im 

   Zimmer, während die Bezugsperson im Foyer abrufbereit wartet. 

* Die Zeit alleine in der Gruppe wird langsam gesteigert. Bei der Steigerung steht immer das Wohl des Kindes im Vordergrund. 

 

Nicht jedes Kind schafft schon am 4. Tag den Abschied von den Eltern. Daher kann es auch zu Verschiebungen innerhalb der Eingewöhnungszeit kommen. Auch im Hinblick auf die Ausdehnung der einzelnen Phasen gilt: Das Kindeswohl steht an erster Stelle. 

Die Eingewöhnungsphase ist abgeschlossen, wenn das Kind sich ohne Probleme von seiner vertrauten Bezugsperson löst, sich von der Bezugserzieherin trösten lässt und es die Bezugspädagogin als sichere Basis akzeptiert. Ihr Kind soll sich im Alltag der Gruppe gut zurecht finden und  über die gesamte Buchungszeit wohl fühlen. 

Nach der Eingewöhnungsphase findet ein erstes ausführliches Elterngespräch statt, um den bisherigen Verlauf der Aufnahme des Kindes in der Krippe zu reflektieren.